Messergebnisse

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Messergebnisse2018-06-18T13:26:46+02:00

Messung RESPA-Installation

Konzerthaus Berlin, Raumakustik

Sehr geehrter Herr Ignatius,
am 21.05.13 wurden im Rahmen der Planung der neuen Podienanlage für das Konzerthaus am
Gendarmenmarkt in Berlin durch unser Büro akustische Messungen durchgeführt.
Neben der Messung der Nachhallzeit als eine wichtige akustische Kenngröße, haben wir mit Hilfe eines neuen
Messverfahrens, einer sog. akustischen Kamera die Reflexionen im großen Saal genau lokalisiert und
visualisiert und somit eine genauere Zustandsbeschreibung der Akustik des Saales erhalten.
An diesem Tag hatten wir ebenfalls, die Eigenschaften Ihrer akustisch optimierten Respa- Boden- und
Wandresonatoren begutachtet und mit Hilfe der akustischen Kamera gemessen.

Ergebnisse:

Bild 1 Darstellung einer Impulsmessung (links Bühnenboden / rechts mit zusätzlichen RESPA- System,
Zeitpunkt: 0 ms

Bild 2 Darstellung einer Impulsmessung (links Bühnenboden / rechts mit zusätzlichen RESPA- System,
Zeitpunkt: 10 ms

Man erkennt auf den Bildern den signifikanten Unterschied hinsichtlich der Pegelausbreitung.
Durch den Einsatz der Respa Boden- und Wandresonatoren bei Darbietungen durch das Orchester
innerhalb der Konzertproben wurden sowohl für den Zuhörer als auch die beteiligten Musiker eine wesentlich
verbesserte Lokalisation der Instrumente und Instrumentengruppen wahrgenommen. Diese
Qualitätsverbesserungen konnten im Parkett und auch in den Rang- und Galeriebereichen nachgewiesen
werden. Für die beteiligten Musiker und die Zuhörer im Saal ergab sich auch eine subjektiv wahrgenommene
Pegelerhöhung. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass wir neben den Impulsmessungen angeregt
hatten, den Einfluss auf einzelne Instrumente und Instrumentengruppen zu prüfen.
Neben den ersten Hörtest am 21.05.13 wurden innerhalb der Proben für die Konzerte am 14. und 15.06.13
weitere Tests und Messungen mit den Respa- Systemen durchgeführt. Die „positiven“ Unterschiede zum
Istzustand mit den Respa- Platten haben uns absolut überzeugt. Wir haben bei den zahlreichen Test eine
wesentlich verbesserte Differenzierung und Tiefenstaffelung aller Instrumente festgestellt und freuen uns auf
weitere Hörproben mit dem Konzerthausorchester und dem Chefdirigenten Ivan Fischer.

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Konzertorgel der Staatlichen Hochschule für Musik (MHS) Trossingen

Massnahme

Das Orgelgehäuse wird – soweit dies möglich – mit RESPA-Plattenresonatoren ausgekleidet.
Die belegte Fläche beträgt 60,30 m² (6 Stk. à 1,60m x 2,40 m und 25 Stk. à 1,50 m x 1,00 m)

Messung

Aufnahmeort: Konzertsaal der MHS Trossingen
Mikrofon: im Saal, 7,50 m mittig vor Orgel
Aufnahme: Wolfgang Mittermaier, Tonmeister der MHS Trossingen
Orgel: Prof. Christoph Bossert, Leiter des Fachbereiches Orgel der MHS Trossingen
Auswertung: Attila Virànyi, Tonmeister der Musikhochschule Freiburg, per SpectraLab FFT,
Spectral Analysis System Ver. 4.32.14
Messmaterial: Prof. Bossert spielt eine kurze Passage mit unterschiedlichen Registrierungen (blaue Kurve). Nach der RESPA-Installation wird diese Prozedur (gleiche Passage, gleiche Reihenfolge, gleiche Mikrofonposition) wiederholt (rote Kurve).

Das Orgelgehäuse wurde nach der Deinstallation der Orgelregister im Inneren vor und nach dem Einbau der RESPA-Resonatoren mit Weissem Rauschen (20 – 20.000 Hz.) beschallt. Das Aufnahmemikrofon befand sich im Saal (gleiche Position wie bei den Orgelaufnahmen)Überraschend ist, dass die Kurvenverläufe beim Weissen Rauschen im leergeräumten Orgelgehäuse gegenüber den Kurvenverläufen bei den mit komplett eingeräumten Orgelregistern eingespielten Orgelbeispielen offensichtlich Gegensätzliches auszudrücken

Während bei den Orgelbeispielen die Ausbildung der hohen Frequenzen nach der RESPA-Installation deutlich begünstigt wird, werden diese im leergeräumten Zustand des Gehäuses von den RESPA-Plattenresonatoren offenkundig verstärkt absorbiert.

Höreindruck im Saal

Sehr auffällig ist die nach der RESPA-Installation erheblich verbesserte, sehr gleichmässige Präsens des Orgelklanges überall im Saal. Die Orgel klingt durch die Verstärkung der Obertonfrequenzen deutlich intensiver, brillanter, gleichzeitig aber auch weicher. Die Farben der einzelnen Register wirken typischer, setzen sich somit deutlicher von einander ab. Der Orgelklang nach der RESPA-Installation zeichnet sich über alle dynamischen Stufen hinweg durch eine auffällige Verbindung von Intensität und Durchsichtigkeit aus.

Spieltechnik

Die spieltechnischen Eigenschaften haben sich nach übereinstimmender Aussage der Mitglieder de Fachbereiches Orgel, der MHS Trossingen sehr deutlich verbessert. Die Tonwechsel im Legato gelingen nach der RESPA-Installation mit Hilfe des gleichmässigen, relativ sehr langen Nachklingens der Resonatoren. Die Orgeltöne schwingen gleichzeitig sehr viel leichter ein, die Orgel spricht damit generell besser an.

Blatt A – ist ein gutes Beispiel für die generell nach der RESPA-Installation feststellbare Zunahme der Pegelwerte insbesondere in den Frequenzbereichen ab 1000 Hz.

Blatt B – zeigt die Veränderungen nach der RESPA-Installation bei einem stehenden Akkord